Seit Eröffnung der Schule gab es die Idee einigen älteren Mädchen einen Nähunterricht zu ermöglichen. Schon früh gingen die ersten alten Nähmaschinen aus Deutschland mit dem Container nach Mbour, auch wurden einige Maschinen vor Ort dazu gekauft.

Sobald die Mehrzweckhalle einsatzbereit war, räumten die Mitglieder des senegalesischen Vereins die Maschinen in den Saal. Eine Versammlung vor Ort beratschlagte über die Mädchen, die am Unterricht teilnehmen sollten. Dabei handelte es sich zum Großteil um Mädchen aus der direkten Umgebung der Schule bzw. um Geschwister unserer Schulkinder. Für den Anfang wurden 15 Mädchen ausgewählt.

Als Lehrer stellten sich kostenlos zwei Schneider mit eigenem Geschäft in Mbour zur Verfügung. Sie hatten bemerkt, dass der Verein vor Ort etwas bewirken möchte und wollten ihren Teil beitragen. Die Materialkosten trägt der Verein in Deutschland durch großzügige Spenden.

An zwei Nachmittagen die Woche ging es los und die Mädchen lernten schnell kleine Dinge zu nähen.

Für die Mädchen ist der Nähunterricht der Start in ein selbstbestimmtes Leben, da man mit solch einer Berufsausbildung seine Familie ernähren kann.

Für den Verein trägt die Investition auch schon erste Früchte. Die Mädchen nähen die ersten Produkte, die der Verein in Deutschland auf Märkten verkaufen kann, wie zum Beispiel unsere schönen Kosmetiktaschen oder Utensilos.

Außerdem haben wir jedes Jahr Kosten durch die Neuanschaffung und Reparatur der Schuluniformen unserer Schulkinder. Im Jahr 2018 konnten wir die Ausgaben dafür senken, da unsere Näh Mädchen diesen Job übernommen haben.